Dienstag, August 29, 2006

Ehemalige Bundestagsabgeordnete macht jetzt sauber

Die SZ berichtet über eine ehemalige Bundestagsabgeordnete, die nach dem Ausscheiden aus dem Parlament erhebliche Schwierigkeiten hatte, einen Job zu finden (Link gefunden im lawblog). Zu den meiner Meinung nach wichtigsten Textstellen gehört:
Nicht nur Friedrichs Ansichten über die angeblichen Chancen bei der Arbeitssuche haben sich seit ihrem Ausscheiden aus dem Bundestag verändert. Auch über einige ihrer früheren politischen Entscheidungen zum Thema Arbeitslosigkeit denkt die 57-Jährige heute anders: "Ich habe Hartz IV mitentschieden. Aber wir müssen viel genauer hinsehen, wen es trifft und wie. Denn es ist ja keine Arbeit da, in die man die Leute bringen könnte."

und
Mit Blick auf ihre ehemaligen Parlaments-Kollegen sagt sie: "Es würde so manchem gut tun, die Erfahrungen zu machen, die ich gemacht habe. Was ich im letzten Jahr erlebt habe, können sieben Jahre im Bundestag nicht wettmachen."

Oh ja, den Eindruck hat man bei vielen Politikern, selbsternannten (extrem gut verdienenden) Wirtschaftsexperten, Vorstandsvorsitzenden etc. pp.
Während meiner Studienzeit hat der Chef der Niederlassung eines Wirtschaftsinstitutes (Stichwort: UnSinn...) uns in einer Vorlesung erzählt, dass es unbedingt nötig sei, die Gelder an Arbeitslose soweit zu kürzen, bis sich für sie die Aufnahme auch gering bezahlter Arbeit lohnen würde. Und das in Anbetracht der Tatsache, dass heutzutage selbst die 1-Euro-Jobs rar sind. Auf die Frage aus dem Publikum, ob er schon einmal von rund 340 Euro im Monat gelebt hätte, wollte er nicht antworten.

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